Walter Adler inszeniert  William Faulkners sprachgewaltigen Roman für das Kulturradio SWR 2. Mit rund 70 Sprechern und mehr als sechs Stunden Spielzeit ist es die größte Hörspiel-Produktion des Südwestrundfunks (SWR) in diesem Jahr. Die Aufnahmen beginnen am 4. September 2017 und dauern bis in den Oktober.

Rassismus, religiöser Fanatismus, Geschlechterkampf, Sexualität, Arbeit, Armut, Geschichte und Krieg sind seine Themen. Die Figuren bewegen sich in der fiktiven Kleinstadt Jefferson, in einem Sommer Anfang der 1930er Jahre. Im Zentrum steht Joe Christmas (Tom Schilling): adoptierte Waise, als Kind misshandelt, als Erwachsener 15 Jahre auf der Flucht vor sich selbst. Denn Christmas, ein Mischling oder Weißer – das lässt Faulkner offen -, hält sich für einen „Nigger“ und weiß weder, woher er kommt, noch, wohin er gehört. Am Anfang und Ende der Handlung steht als Gegenpol zu Joe Christmas die hochschwangere und ledige Lena Grove (Yohanna Schwertfeger). Auf der Suche nach dem Vater ihres ungeborenen Kindes wandert Lena Grove wochenlang von Alabama nach Mississippi. Mit Hilfe von verschiedenen Erzählperspektiven, inneren Bewusstseinsströmen, Vorgriffen und Rückblenden schildert Faulkner in „Licht im August“ den Menschen auf der Suche nach Identität, Vergangenheit und Zukunft.