„Homohalal“ unter der Regie von Laura Linnenbaum, mit Matthias Luckey und Valentin Kleinschmidt, läuft im Wettbewerb um den besten Dramatikerpreis bei den 43. Mühlheimer Theatertagen. Zu sehen sein wird es dort am 19. Mai um 19.30 Uhr in der Stadthalle.

Zum Inhalt:

Ibrahim Amir hat ein bisschen an der Uhr gedreht. Wie sieht das, was man heute  „Flüchtlingskrise“ nennt, 20 Jahre später aus? Also fährt der Zeitpfeil ins Jahr 2037 nach Dresden, wo sich ein paar gute alte Freunde aus dem einstigen „Mittwochscafé“ zu einer Beerdigung wiedertreffen.
In Homohalal ist niemand so, wie sich das bonbonbunte Helferklischee die Integrationswelt schönmalt. Weder sind die mittlerweile in bürgerlichen Karrieren angekommenen Ex-Asylsuchenden bessere Menschen, noch können die ehemaligen Flüchtlingshelfer besondere moralische Bonuspunkte geltend machen. Stattdessen bietet das Wiedersehen um die Urne reiche Gelegenheiten, um ein paar herkunftsunabhängige Fälle von Doppelmoral klarzustellen. Am Ende sind wohl alle einschlägigen interkulturellen Diskursfallen und Vorurteilsfrontalcrashs abgefeiert.

Uraufführung war am 30. März 2017 am Staatsschauspiel Dresden.

Weitere Infos zu den Mühlheimer Theatertagen und Homohalal gibt es hier.