Am 3. Mai feiert Florentine Premiere mit „Die Akte Bern„. Regie führt Christoph Frick.

Inhalt:
Im November 1989 erschütterte der «Fichenskandal» die Schweiz und deckte eine masslose Bespitzelung der Bevölkerung auf. Unmittelbare Folge war die Entwicklung einer bürgerlichen Selbstkontrolle, insbesondere unter Künstlern und Journalisten: Deutliche politische Äusserungen verschwanden aus der Öffentlichkeit, die Intellektuellen verabschiedeten sich von der Schweiz – manche sagen: bis heute. Zwischen der «Fichenaffäre» und der Gegenwart auf Facebook liegen Welten; die raison d’etre der Schweiz zu kritisieren, gehört gerade in sozialen Netzwerken zum guten Ton der Selbstdarstellung. Es ist diese Umkehrung von früherer Staats- zu heutiger Selbstkontrolle, die der Journalist und Dramaturg Tobi Müller unter die Lupe nimmt. Auf der Grundlage von Interviews entstand ein Bericht darüber, wie aus repressiver Überwachung freiwilliger Striptease werden konnte.

Weitere Infos zum Stück gibt es hier.