Am 12. Mai feiert Andrei Tacu Premiere am Düsseldorfer Schauspielhaus mit Orwells Roman »1984«, als Koproduktion mit dem Schauspiel Stuttgart. Er übernimmt darin die Rolle des „Ampleforth“. Autor und Regisseur ist Armin Petras.

Im Orwell-Staat Ozeanien traut keiner keinem. Es ist der totalitäre Überwachungsstaat des »Großen Bruders«, der mit omnipräsentem Teleschirm, sozialer Kontrolle und Gedankenpolizei operiert. Mittels »Neusprech« wird den Menschen das Denken abgewöhnt, politische Gegner werden »vaporisiert«, die Erinnerung an frühere Zeiten wird ausgelöscht. Wahr ist, was man wahr nennt. Winston Smith, Mitglied der äußeren Partei, hasst dieses System. Dass er in dieser Welt beginnt, ein Tagebuch zu schreiben, als Dokument der Geschichte und Botschaft an die Ungeborenen, ist sein Todesurteil, und das weiß er. Dass er sich in seine Kollegin Julia verliebt und sie zu seiner Verbündeten macht, ändert dies nicht, aber es beschert ihm ein Maximum an möglichem Leben. Winston hat keine Chance. Zuletzt wird auch er es wissen: »Zwei plus zwei ist fünf«. Orwells Roman, der 1948 als literarische Antwort auf Nationalsozialismus und Stalinismus entstand und seinen Titel der Drehung dieser Jahreszahl verdankt, gewinnt immer dann an Bedeutung, wenn die offene Gesellschaft auf dem Spiel steht. Petras arbeitet das erste Mal in Düsseldorf und beschließt mit »1984« gleichzeitig seine Intendanz in Stuttgart.

 

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